Projekt Beschreibung

Museum für Umweltschutz

Ein Inspirationsort für Klimaschutz

Das Museum für Umweltschutz ist die neue Touristenattraktion im Rhein-Neckar-Kreis. Auf 26.000 m² Gesamtgrundstücksfläche entstand ein innovatives Informations- und Erlebniszentrum, das für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sensibilisiert und mit den vier Themengebieten Wohnen und Energie, Lebensstil und Konsum, Mobilität sowie Klimawandel und Energiewende Perspektiven für das eigene verantwortungsvolle Handeln aufzeigt.

Die LAE Engineering GmbH aus Wiesloch erwies sich als optimaler Projektpartner. Die Teams aus Planung Elektrotechnik und Ausführung Gebäudeautomation erarbeiteten eine Komplettlösung, die sowohl die Vielzahl unterschiedlicher Kommunikations-Schnittstellen – KNX, Modbus, EnOcean TCP, M-Bus oder GENIbus – als auch die umfangreichen Schnittstellen zu anderen Gewerken wie etwa Heizung, Elektro, Lüftung, Netzwerk etc. optimal berücksichtigt.

Integrale Planung als Schlüssel zum Erfolg

Als integrales Gesamtprojekt sind alle Technologien zur Energieerzeugung und -verteilung in ein System integriert und optimal aufeinander abgestimmt. Ergebnis ist ein nachhaltigen, ressourcen- und energieschonendes Gebäude, dem die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ihren Respekt zollte und den Bau mit einem Vorzertifikat in Platin auszeichnete.

Innovative Ansätze für optimale Energieeffizienz

Das nachhaltige Energiekonzept für die Beheizung und Kühlung beruht auf einem „Eisspeicher“. Unter Nutzung der Kristallisationsenergie speichert es Wärme und Kälte in Form von Wasser bzw. Eis. Durch die Kombination aller verfügbaren Energiequellen erreicht man eine hohe Energieeffizienz. Neben der Sonnenenergie berücksichtigt das Konzept die Energie aus Lust und Erdreich und speist diese in unterirdischen Betonbehältern ein. Das Speichermedium Wasser macht das System ökologisch unbedenklich und überall einsetzbar. Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe versorgt das Gebäude mit Wärme. Außerdem ist eine Verdunstungskühlung realisiert, eine Solarthermie-Anlage erzeugt Heizwasser für die Küche und drei Photovoltaikanlagen Strom für den Eigengebrauch.

Intelligente Gebäudeautomation mit umfassender Integration

Nur dank intelligenter Automation ist ein solches Konzept umsetzbar. Neben der Ausführungs-, und Montageplanung übernahm die Gebäudeautomation die Aufgaben der

  • Heiz- und Kühlkreisverteilung,
  • Einzelraumregelung
  • Volumenstromregelung mit CO2 Fühler in der Abluft
  • Einbindung der Temperatur- und Feuchtefühler über EnOcean
  • Aufschaltung der Lichtsteuerung auf die Management- und Bedieneinrichtung (MBE) über KNX
  • Aufschalten der Jalousien-Steuerung, Verbrauchszähler und des Eisspeichers auf die MBE über KNX
  • Lüftungsüberwachung
  • Zeitschaltprogramm Steuerung

In Summe verbaute das Team neun Raumbediengeräte, 97 Raumtemperatur- und Feuchtefühler, 18 EnOcean-Antennen und EnOcean Repeater. Die Komponenten dienen der Einzelraumregelung und Anzeige der Raumqualität auf der Management- und Bedieneinrichtung (MBE). Als Steuerung ist eine WAGO-SPS und für die Visualisierung ein WINCC im Einsatz. Die realisierte Automation stellt dank Steuerungs-, Regelungs-, Überwachungs- und Optimierungsfunktionen den Energieverbrauch im Betrieb und der Nutzung auf einen optimierten Wert ein. Ist das Museum schon selbst ein Beispiel für den schonenden Ressourcenumgang, so lässt sich das gesamte Potenzial erst durch die optimale Steuerung nutzen. Ein Langzeitarchiv nimmt Daten der Energieerzeugung und des -verbrauchs auf. Diese dienen neben dem Nachweis über die Nachhaltigkeit der eingesetzten Technik auch als Entscheidungs- und Beurteilungsgrundlage für weitere Maßnahmen. Der Kunde hat jederzeit den kompletten Überblick über sein Gebäude und kann die Effizienzparameter zukünftig weiter optimieren.

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